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Konzentrationslager Neuengamme


Ende 1938 errichtete die SS in einer stillgelegten Ziegelei in Hamburg-Neuengamme ein Außenlager des KZ Sachsenhausen, das im Frühsommer 1940 verstärkt und dann als eigenständiges KZ direkt der Inspektion der Konzentrationslager unterstellt wurde. 

Im Verlauf des Krieges deportierten die Gestapo und der Sicherheitsdienst der SS Zehntausende Menschen aus allen besetzten Ländern Europas als KZ-Häftlinge nach Neuengamme. Gründe für die Einweisung waren zumeist ihr Widerstand gegen die deutsche Besatzungsherrschaft, Auflehnung gegen Zwangsarbeit oder rassistisch motivierte Verfolgung. 

Insgesamt wurden im KZ Neuengamme nach gegenwärtigen Erkenntnissen über 80 000 Männer und mehr als 13 000 Frauen mit einer Häftlingsnummer registriert; weitere 5 900 Menschen wurden in den Lagerbüchern gar nicht oder gesondert erfasst. Im Konzentrationslager Neuengamme und in den über 85 Außenlagern, die ab 1942 – und vor allem 1944 – für Bauvorhaben und bei Rüstungsfirmen in ganz Norddeutschland entstanden, mussten die Häftlinge Schwerstarbeiten für die Kriegswirtschaft leisten. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen waren mörderisch. Noch kurz vor Kriegsende starben über 16 000 Häftlinge auf Todesmärschen und -transporten, in Sterbelagern und bei dem Bombardement von KZ-Schiffen. 

Insgesamt kamen mindestens 42 900 Menschen im Stammlager Neuengamme, in den Außenlagern oder im Zuge der Lagerräumungen ums Leben. Zusätzlich sind mehrere tausend Häftlinge nach ihrem Abtransport aus dem KZ Neuengamme in anderen Konzentrationslagern oder nach Kriegsende an den Folgen der KZ-Haft gestorben. 

Vermutlich mehr als die Hälfte der 100 400 Häftlinge des Konzentrationslagers Neuengamme haben die nationalsozialistische Verfolgung nicht überlebt.

KZ-Häftlinge bei der Arbeit im alten Klinkerwerk.
KZ-Häftlinge bei Aufräumarbeiten im zerstörten Hamburg-Hammerbrook.
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