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Das Arbeitserziehungslager Wilhelmsburg. Ein Beitrag zum nationalsozialistischen Lagersystem

Um die Komplexität des nationalsozialistischen Lagersystems zu verdeutlichen, ist es unumgänglich die »Arbeitserziehungslager« zu betrachten. Sie wurden im Unterschied zu den Konzentrationslagern durch die regionalen Gestapoleitstellen verwaltet. Am Beispiel des Arbeitserziehungslagers Wilhelmsburg (in Hamburg) wird gezeigt, dass unter dem Vorwand des juristischen Straftatbestandes des »Arbeitsvertragsbruches« ein direkter, unkontrollierter Zugriff auf die Arbeiterschaft möglich war. Im Vergleich zu den Konzentrationslagern stand bei den Arbeitserziehungslagern jedoch der – im Sinne der NS-Ideologie interpretierte – »Erziehungsauftrag« im Vordergrund. Ein genauere Betrachtung der Lagerverhältnisse zeigt jedoch, dass die Häftlinge – wobei hier die Zivil- und Zwangsarbeiter aus Polen, Sowjetuinion, Frankreich, Belgien und den Niederlanden eine Mehrheit stellten – in den 56 Tagen ihrer »Erziehungshaft« täglich um ihr Leben kämpfen mussten. »Ich dachte manchmal, daß man einen Film vom Lager Wilhelmsburg drehen müßte; darin Aufnahmen nur von den schreitenden Füßen der Frauen – als Begleitmusik das mühsame Schlurfen der Füße und das unaufhörliche Wimmern der Frauen, denen jeder Schritt weh tat.« (Rosemarie S., ehemalige Gefangene des Arbeitserziehungslager Wilhelmsburg)

The Wilhelmsburg work education camp as a contribution to the Nazi concentration camp system
In order to make clear the complexity of the Nazi concentration camp system, it is imperative to closely examine the so-called »work education camps« (»Arbeitserziehungslager«). In contrast to the concentration camps, these were under the administration of the regional Gestapo headquarters. The example of the Wilhelmsburg work education camp in Hamburg illustrates how supposed breaches of work contracts were used as an excuse to gain direct and uncontrolled power of exploitation over members of the general workforce. As opposed to the concentration camps, however, an »educational mission« (in the sense of national-socialist ideology) was stressed in the »work education camps«. A closer examination of the conditions in the camps reveals, however, that for the prisoners (the majority of whom were civilians and slave laborers from Poland, the Soviet Union, France, Belgium and the Netherlands), the 56 days of their imprisonment involved a daily struggle for survival. »I often thought that a film should be made about the Wilhelmsburg camp, in which you would only see the treading feet of the women. And the music on the soundtrack would be made up of the sounds of their arduously shuffling feet and their ceaseless, pained whimpering at every step.« (Rosemarie S., former prisoner in the Wilhelmsburg work education camp)

in:

Zwangsarbeit und Gesellschaft.
Hg: KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Bremen 2004 (Beiträge zur Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung in Norddeutschland; 8)
Edition Temmen
ISBN 3-86108-379-5
226 Seiten
€ 12,90

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